Julia Isaak

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Seit fast 10 Jahren arbeite ich mit Menschen und begleite meine Kursteilnehmer und Privatschüler auf dem Weg zur Gesundheit und zu sich selbst. Ein möglichst individuelles Näherbringen der Prinzipien des Yoga ist dabei ein sehr wichtiges Element meiner Arbeit. Sind diese Prinzipien ein Mal verinnerlicht, können sie die Schüler im täglichen Leben, also auch außerhalb des Unterrichts unterstützen. Ich unterrichte deshalb keinen festen Yogastil, sondern bin der Meinung, dass die Yogapraxis an die Yogaschüler angepasst werden muss und nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass mein Unterricht recht abwechslungsreich und unkonventionell sein kann.

Wie ich zum Yoga kam?

Auch ich gehöre zu den Menschen, die auf der Suche waren und irgendwann mal, fast zufällig, zum Yoga gefunden haben. Ursprünglich, unter anderem durch meine chronische Borreliose motiviert, auf der Suche nach Gesundheit und Schmerzfreiheit, ist Yoga mittlerweile mein innerer Grundkompass geworden. Meine Yogaerfahrungen sind sehr stark von den Lehren von Selvarajan Yesudian, André Van Lysebeth, T. K. V. Desikachar und B. K. S. Iyengar geprägt. Ausgebildet wurde ich in Einzelunterricht bei Susanne Franken (Yogalehrerin BDY/EYU und zertifizierte Iyengar-Yogalehrerin).

Thomas Weskamp

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Yoga und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Nein, wirklich nicht. Meine erste Begegnung mit Yoga hatte ich in dem Fitnessstudio, in dem ich nebenberuflich als Group Fitness Instructor etwas Geld dazu verdiente. Und die Bekanntschaft war frustrierend. Yoga war ganz anders als die Fitnesskurse, die ich so kannte. Alles war neu, alles kompliziert, und alles war schmerzhaft, denn ich war unglaublich steif und unbeweglich. Daher habe ich einen langen Anlauf und auch viel Motivation von außen gebraucht, um wenigstens hin und wieder in einen Yogakurs zu gehen und die eine oder andere Übung hin und wieder selbst zu machen.

Ich hatte auch schon angefangen, den einen oder anderen Yogakurs zu vertreten. Schließlich war ich bereits Fitnesstrainer und kannte einige Übungen, und das war besser als einen Kurs ausfallen zu lassen. Aber es war ein Kampf. Doch irgendwann merkte ich, dass in diesen Übungen etwas war, dass im Sport oft zu kurz kommt. An erster Stelle Beweglichkeit, aber auch eine andere Art von Koordination, und damit verbunden eine besondere Ruhe und Gelassenheit, die tiefer ging als einfach nur entspannend zu sein. Ich fing an, aus Büchern mehr über Yoga erfahren zu wollen, und fand neben den Übungen ungewohnte und ungewöhnliche Denkweisen, die mich deutlich mehr herausforderten als die Übungen. So begann die Suche, und sie dauert bis heute an. Wenn man sich dazu entscheidet, den Weg des Yoga zu gehen oder ihn in sein Leben zu integrieren, dann muss einem klar sein, dass der Weg nie zu Ende ist. Es geht immer weiter, bis man nicht mehr gehen kann. Diese Erkenntnis kann frustrierend sein, für mich beinhaltet sie aber vor allem, dass ein kein Ziel gibt, auf das man hinsteuert, und das man in diesem Leben unbedingt erreichen muss.

Heute ist Yoga für mich etwas, das nicht einfach nur in meinem Leben einen Platz hat, sondern dass ein integraler Bestandteil meines Lebens geworden ist. Und die Erkenntnisse, Erfahrungen und Fortschritte, die ich auf meinem Weg mache, gebe ich in meinem eigenen Unterricht weiter so gut ich kann.

Warum Anuyoga? Was heißt das?

Namensfindung ist immer schwer! Da war es unglaublich, dass wir auf das vielschichtige Sanskrit-Wort und Präfix „Anu” gestoßen sind (spokensanskrit.de, glosbe.com), welches sehr gut die einzelnen Aspekte des Yoga, die für uns sehr wichtig sind, ausdrückt! „Anu” hat im Sanskrit viele Bedeutungen und diese beleuchten unterschiedlichste Blickwinkel, die uns beim Yoga begegnen.

Anu” beschreibt zeitliche, sich wiederholende Abstände, also z.B. minütlich oder täglich, was Anuyoga in das alltägliche Leben einbindet. Yoga ist etwas, was in jeder Minute und jeden Tag präsent ist, oder sein kann.

Anu” hat auch eine ähnliche Bedeutung, wie das deutsche „nach” im Sinne von „gemäß, zufolge, bezüglich, entsprechend, in der selben Richtung, in Anbetracht”. Auch wenn es im Unterricht in erster Linie um Hatha-Yoga, also das körperliche Yoga geht, so bildet dieses den Stamm, aus dem die anderen Formen des Yoga hervorgehen.

Anu” bedeutet auch „Seele” und „Leben”: Yoga erfüllt den Körper mit Leben, belebt ihn und stellt die Verbindung zur Seele her.

Anu” heißt auch „Atom, atomar oder fein”, was versinnbildlichen soll, dass Asanas und yogische Techniken sehr tiefgreifend wirken. Durch die Yogapraxis bekommen wir sozusagen den Zugang zu den atomaren und feinstofflichen Schichten unseres Daseins.

Der Präfix „anu-” bedeutet „weiter, vorwärts, entsprechend, systematisch”, was recht gut ausdrückt, wofür Yoga steht: es ist ein einzigartiges ganzheitliches System, was jeden Praktizierenden immer näher zu sich selbst und der Natur der Existenz bringt!

Als Anuyoga wird im Buddhismus die zweite Stufe der dreistufigen Übung der “inneren” Tantras gezeichnet. Diese Übung führt zur unmittelbaren Wahrnehmungen der leeren Natur von Geist, Verstand und Existenz.

Anuyoga logo

Der Kreis: ist die perfekte Form in zwei Dimensionen, was die Asanas und ihre besondere Symmetrie und Perfektion beschreibt.

Das Bild ist ein stilisierter Sonnenaufgang: was die tägliche Yogapräsenz symbolisiert. Die Farben entsprechen den Chakrafarben und verdeutlichen den feinstofflichen, nicht greifbaren, nicht materiellen Charakter des Yoga.

Der Schriftzug ist mit kleinen „Atomen” gestaltet und stellt die direkte Verbindung zu „Anu”= Atom her.